Chronik des Schützenvereins 1926 e.V. Altenstadt

Im Sommer 1926 bei einer abendlichen Begegnung trafen sich die Herren Heinrich Sand, Otto Nagel, Heinrich Wolff (Dentist), Heinrich Wolf (Spengler), und Wilhelm Neumann auf der Straße. Dabei wurde der Wunsch geweckt, in Altenstadt einen Schützenverein zu gründen.

In der darauf folgenden Zeit fanden sich noch die Herren Ziegler, Holzapfel, Emmerich, Dr. Ohly und Kötter ein. Sie gründeten gemeinsam den heutigen Schützenverein 1926 e.V. Altenstadt.

 

 

Als vorläufiger Schießstand diente der alte Hof zwischen dem ehemaligen Geschäft Hch. Jak. Eberhardt (das genau stirnseitig der Vogelsberstraße und zwischen der Frankfurter Straße sowie der Obergasse stand und später der Durchgangstraße zum Opfer fiel) und dem Anwesen Rossel.

Im Oktober 1927 trat der Verein mit einem Preisschießen zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Nach dieser Veranstaltung fand im Winter 1927/28 die erste Generalversammlung statt, in der ein ordnungsgemäßer Vorstand gewählt wurde. Vorsitzender wurde Otto Nagel, Schriftführer Heinrich Kötter, Rechner wurden Adam Enders und Wilhelm Müller. In dieser Generalversammlung wurde vorgeschlagen und verabschiedet, das heutige Gelände von der evangelischen Kirche zu pachten und einen neuen Schießstand zu bauen.

Im Frühjahr 1928 waren die Verhandlungen und Planungen abgeschlossen und es wurde mit dem Bau begonnen.

Das Eröffnungsschießen auf zunächst zwei Ständen wurde bereits im August 1928 durchgeführt, an dem auch auswärtige Vereine teilnahmen. In den nachfolgenden Jahren nahm der Verein an den Kreismeisterschaften KK-Gewehr in drei Anschlagsarten teil und errang drei Jahre hintereinander den Titel, wobei kontinuierlich der Stand weiter ausgebaut wurde. Das Ansehen in der Gemeinde wuchs.

Der wirtschaftliche Niedergang und die politischen Verhältnisse unseres Landes Anfang der 30iger Jahre gingen auch nicht am Schützenverein vorbei. Um den Verein aufrecht zu erhalten, trat er 1932 als Schützenabteilung dem Kyffhäuserbund bei. Mit dessen Unterstützung kam der Verein wieder ins laufen.

Im Jahre 1934 nahm der Verein im Rahmen des Kyffhäuserbundes an einem landesweiten Verbandsvergleich teil und belegte den 42. Platz.

Bis zum Ausbruch des 2. Weltkieges wurde das alljährige Preisschießen durchgeführt, trainiert wurde nur an abgestimmten wenigen Sonntagen, sportliche Wettkämpfe konnten nicht mehr durchgeführt werden.

Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges kam der Schießsport gänzlich zum erliegen. Es kamen die Kriegsjahre. Der 2. Weltkrieg hinterließ auch beim Schützenverein seine Spuren. 1945 wurde der Schießstand völlig zerstört. Es dauerte lange bis sich das Vereinsleben in den Dörfern wieder regte.

In der ersten ordentlichen Generalversammlung am 25.03.1959 wurde die Anmeldung des Vereins im Vereinsregister beim Amtsgericht Altenstadt unter dem Namen »Schützenverein 1926 e.V. Altenstadt« beschlossen.

Die Generalversammlung vom 11. März 1961 wählte den Zahnarzt Horst Wolff zum 1. Schützenmeister und Vorsitzenden, in dessen Händen die Vereinsführung bis zur Generalversammlung am 28. Januar 1983 lag. 22 Jahre Vereinsführung, eine lange Zeit, die unser aller Hochachtung verdient. Dank all denen, die ihn in dieser Zeit unterstützt haben.

1966 fand das 40jährige Vereinsbestehen mit einer großen Jubiläumsfeier unter der Regie von Horst Wolff seinen Höhepunkt. Der Verein konnte zu dieser Zeit bereits wieder 11 Kreismeistertitel in Luftgewehr, Kleinkalibergewehr und Luftpistole verbuchen. Der Altenstädter Schützenverein gehörte damit unbestritten zu den leitungsstärksten Vereinen im damaligen Kreis Büdingen im Bezirk Wetterau-Vogelsberg.

Von 1983-1987 führte Jens Lingenau, von 1987-1997 Lothar Blaseck den Vorsitz. In der Generalversammlung vom Januar 1998 wurde Gernot König zum Vorsitzenden gewählt.

 

 

In der gesamten Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis heute wurden die Schießanlagen und die Gebäude ständig modernisiert, renoviert und erweitert. 1989/90 wurde z.B. der Kleinkaliberstand komplett renoviert und um zwei Stände, von sechs auf acht Stände, mit neuer Zuganlage und einer zusätzlich auf 25m schwenkbaren Anlage für zusätzlich zehn Kleinkaliber-Pistolenstände erweitert.

Mit einem nochmals erheblichen finanziellen Aufwand und fast 13.000 geleisteten Stunden von aktiven Schützinnen und Schützen konnten auch die letzten Maßnahmen, die Erweiterung und Modernisierung des Luftgewehr- und Luftpistolenstandes von sechs auf zehn Stände, sowie die Dacherneuerung des Mittelbaus und die Modernisierung und Renovierung aller Kugelfanganlagen von insgesamt heute 38 Ständen in den Jahren von 1998 bis Ende 2001 realisiert werden. Es besteht daher heute die Möglichkeit maximal 30 Stände gleichzeitig zu nutzen. Diese teilen sich in jeweils zehn Stände für Großkaliber, Kleinkaliber und Luftgewehr/Luftpistole.

Der Schützenverein 1926 e.V. Altenstadt ist mit seinen Mannschaften und Einzelschützen bei fast allen regionalen und überregionalen Meisterschaften vertreten und repräsentiert somit das Ansehen Altenstadts auch in anderen Regionen.

Wir laden alle interessierten BürgerInnen ein, sich vor Ort über unseren Verein und die Möglichkeiten der sportlichen Betätigung zu informieren. Jeder kann sich selbst ein Bild vom Schießsport machen und er wird schnell feststellen, welch hoher Anspruch an den Schützen gestellt wird und dass diese Sportart geistig und körperlich bis ins hohe Alter fit hält.

   
© Schützenverein 1926 e.V. Altenstadt 2018